Süddeutsche Zeitung erhöht Abopreise

Montag, 16. Februar 2009

Während ringsum die Pleitewelle grassiert und beim Geldausgeben das Händchen allgemein stark verkrampft, handeln die neuen Inhaber des Süddeutschen Verlags antizyklisch: Mit einer Preiserhöhung des Abonnements von jetzt 38,40 auf märchenhafte 41,40 Euro. Im Monat. Das sind rund 80 D-Mark, falls sich jemand an diese Währung erinnert.

Der Online-Zugang zur gedruckten Ausgabe kostet übrigens Extra – 6 Euro für Abonnenten, 20 Euro für Nicht-Abonnenten. Diesen Service gibt’s bei der FAZ, die ähnliche Phantasiepreise für die Print-Ausgabe verlangt, für ihre Abonnenten wenigstens noch kostenlos. Bei der FAZ erhält man zudem eine reine Textversion – die SZ hat sich für das aufwändige und für den Leser eher gruselige ePaper ala Neue Zürcher entschieden, bei dem man die Zeitung im Originallayout bekommt mit Myriaden von Javascripts, die den gewünschten Artikel dann herausfriemeln.

Sicherlich sind die Anzeigeneinnahmen gesunken und die Preise für Papier und Maschinen gestiegen. Allerdings muß man das Produkt auch zu einem realistischen Preis verkaufen können. Da bin ich gespannt, ob sich diese Hochpreispolitik durchziehen läßt – angesichts der inhaltlich eher dürftigen Online-Präsententation für den Verlag ein Muß, setzt man doch vor allem auf den Printbereich und laviert sich mit der Online-Version eher so durch. So wünschen wir denn der im Moment einzig noch lesbaren überregionalen Tageszeitung, der Süddeutschen, für die Zukunft alles Gute.

Ostern in der Berliner Philharmonie

Sonntag, 16. März 2008

MusikUnter dem schönen Namen „Frühlingsgefühle“ gibt es beim Deutschen Symphonie Orchester (DSO) ein Mini-Abo zum unschlagbaren Preis von 39 Euro für 3 Konzerte auf den „besseren“ Plätzen. Da nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung steht, heißt es sich also beeilen, falls man für die Osterkonzerte noch Karten benötigt: Ingo Metzmacher dirigiert Bach und Messiaen (Ostersamstag und -sonntag mit Gil Shaham). Da sich das Mini-Abo auch auf weitere Konzerte von April bis Juni erstreckt, käme man noch für relativ wenig Geld in Konzerte u.a. mit den Dirigenten Gennady Rozhdestvensky, Roger Norrington, Herbert Blomstedt mit Bruckners Neunter oder Metzmacher selbst mit Henzes 8ter im Juni. Falls Hannover 96 sich bis dahin für den UEFA-Cup qualifiziert hat, dirigiert er wohl noch etwas beschwingter als gewohnt. ;) Zur Erinnerung: Eine Kinokarte kostet inzwischen 7,50 Euro, hier schwitzen für 13 Euro ggf. mehr als 100 Leute live auf der Bühne (im Juni etwa mit dem Rundfunkchor Berlin und dem Ernst Senff Chor). Eine Konzertübersicht hat der DSO-Flyer, Link. s.o.