Kündigungen der Telefonie-Flatrate durch Hansenet

Sonntag, 01. Juni 2008

Mit dieser Masche fielen zuletzt die Anbieter Arcor und der t-mobile-Billiganbieter Congstar unangenehm auf (s. Beitrag vom 13.4.): Man legt zwecks Kundenfang eine bestimmte Flatrate-Option extrem niedrig an und kündigt anschließend Vielnutzern dieses Angebots den Vertrag, da sich bei diesen Preisen der Tarif für den Anbieter erwartungsgemäß nicht rechnet.

Wie Heise meldet, kündigt jetzt Hansenet Kunden die Auslands-Telefonie-Flatrate, Gründe werden im Kündigungsschreiben nicht genannt – wahrscheinlich hat man sich in den AGB ein Hintertürchen offengelassen. Die DSL-Flatrate ist davon nicht betroffen.

Arcor mahnt Flatrate-Kunden ab

Sonntag, 13. April 2008

Statt 1und1 und ePlus ist diesmal Arcor in den Schlagzeilen, zur Abwechslung mit der Telefon-Flatrate. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS)vom 13.4. berichtet, erhalten insbesondere Kunden mit der Zusatzoption International flat 1 (3,95 Aufpreis zum normalen Flatrate-Tarif) ein Schreiben ihres Anbieters, wonach sie entweder ihr Telefonierverhalten einschränken sollten, andernfalls sich Arcor das Recht vorbehält, den Vertrag zu kündigen. Arcor beruft sich dabei auf einen Passus in ihren AGB, wonach sie sich das Kündigungsrecht vorbehalten, wenn die Nutzung „erheblich“ über dem Durchschnitt anderer Kunden liege. Wie hoch dieser Durchschnitt dann jeweils ist, bleibt das Geheimnis des Anbieters. Hier wird offensichtlich eine „gewerbliche Nutzung“ unterstellt.

Plötzlich ist die marktschreierisch beworbene Billig-Flatrate dann gar nicht mehr so „flat“, da der Anbieter bei dieser Preiskalkulation bei einigen Kunden erwartungsgemäß draufzahlt. Allerdings sollte es dem Kunden egal sein, ob sich der Preis für den Telefonanbieter rechnet oder nicht. „Endlos telefonieren ins Festnetz in 25 Länder Europas, Nordamerikas und Australien!“ laut Arcor für 3,95 Euro zusätzlich im Monat – „endlos“ heißt dann ggf. maximal 1 Stunde pro Tag. Inzwischen hat die Verbraucherzentrale NRW eine Unterlassungsklage gegen Arcor auf den Weg gebracht.

[Update] Inzwischen scheint das Schule zu machen. Wie golem.de berichtet, kündigt auch der Billigheimer von t-mobile, Congstar, den kompletten Vertrag, falls eine Flat-Option zu intensiv genutzt wird. Auf der Congstar-Webseite werden die Flatrate-Tarife weiterhin entsprechend beworben; Einschränkungen findet man dort nicht. „Manche der betroffenen Kunden sind erst vor wenigen Monaten zu Congstar gewechselt, so dass sie erst kürzlich die Aktivierungsgebühr in Höhe von 19,99 Euro bezahlt haben“. Die Aktivierungsgebühr von 20 Euro ist dann weg.

iPhone Simlock geknackt – als Freeware

Mittwoch, 12. September 2007

Nachdem die ersten „Dienstleister“ einen Hack gegen die üppige Gebühr von 100 USD anboten, gibt es nun vom IPhone Development Team (das dürfte nicht das von Apple sein…) eine Freeware, die die Zwangsfixierung auf einen Mobilfunkanbieter und dessen Preise aufhebt. Verfolgt werden kann diese Geschichte u.a. bei Gizmodo. Bleibt abzuwarten, ob damit Apples Geschäftsmodell beim iPhone, auch über die Telefongebühren dem Anwender das Geld aus der Tasche zu ziehen (gerüchteweise 10% vom Umsatz), hinfällig ist.

Ob man sowas im Herbst, wenn dieses Telefon genannte Grafikadventure in die Läden von T-Online kommt, tatsächlich braucht, ist eher mit nein zu beantworten. Der einzige Zweck ist schließlich die Generierung von zusätzlichen Umsätzen (Musik, Programme nur auf Safari-Basis online nutzbar), an denen Apple partizipieren möchte. Software von Drittanbietern bleibt ausgesperrt, und nur mit Hacks will man ja nicht arbeiten. Rein funktional fällt Apples künstlich verkrüppeltes Wunderwerk damit weit hinter die Möglichkeiten anderer Smartphones zurück. (Info kam von PalmAddicts)

[Update] Nach einem Bericht von heise.de, der auf einem Artikel von boingboing.net basiert, sind auch die neuen IPods als Blackbox ausgelegt Während man bisher auch Winamp oder Rhythmbox zum Bestücken des Musikplayers verwenden konnte, ist dafür zukünftig zwingend Apples iTunes zu verwenden.

„Den Berichten zufolge ist die Song-Datenbank jetzt mit einer Prüfsumme gesichert. Nimmt eine andere Software als iTunes Veränderungen an der iTunesDB vor, passen Datei und Prüfsumme nicht mehr zusammen. In der Folge meldet der Player, dass auf dem Gerät gar keine Songs, Videos oder Fotos gespeichert seien.“ (Heise)

Sansa e200Was nur eine Frage der Zeit war, wann Apple den Kunden im apple-eigenen Ökosystem einsperren wird. Die Pinguine von der Tuxpost beschallen sich seit einiger Zeit mit einem SanDisk Sansa der e200-Serie (Bild rechts), der diese ganzen DRM-Einschränkungen nicht hat. Wer sich dafür interessiert: Als Auslaufmodell im Moment als Schnäppchen erhältlich ab ca. 70 Euro (Amazon) mit 2GB Flashspeicher aufwärts, das Gerät läßt sich zum Bestücken wahlweise in den speziellen Modus für Winamp etc. (MTP) als auch in den USB-Laufwerksmodus (MSC) schalten und hat einen Slot für eine mikroSD-Karte. Etwas problematisch ist das Verwenden von Playlisten. Die mp3-Tags sollten zudem eine gewisse Konsistenz aufweisen, da der Sansa-Player aus diesen Daten seine Dateiverwaltung aufbaut. Zudem sollte man eine aktuelle Firmware aufspielen, die u.a. ein Problem mit der Lautstärkeeinstellung behebt: SanDisk Sansa e 250 DAP bei Amazon.

Palms neue Cash Back Aktion

Mittwoch, 29. August 2007


Man kann spekulieren, ob es von Palm noch einmal einen neuen (reinen) PDA geben wird oder ob die etwas in die Jahre gekommenen „alten“ Geräte die letzten sein werden und Palm nur noch auf Smartphones und Zubehör ala Foleo setzen wird. Wer sich einen T|X (mit Wifi und großem Display) zulegen möchte, sollte sich angesichts der abstrusen Modell- und Geschäftspolitik vielleicht beeilen.

Auch wenn die darauf laufende Software mittlerweile etwas angestaubt ist, lohnt sich die Mitnahme der aktuellen Cash Back Aktion, die vom 20. August bis 30. September 2007 läuft. Wie bei ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit auch, schickt man den Kaufnachweis aus diesem Zeitraum zusammen mit dem Etikett der Box an Palm (Irland) und erhält dann nach einer Weile einen Teil des Kaufpreises zurückerstattet. Beim T|X sind es immerhin 60 Euro (bei rund 270 Euro Neupreis bei Amazon), die teureren Treos bringen entsprechend mehr.